Konzept der Drais-Gemeinschaftsschule überzeugt

Veröffentlicht am 19.01.2014 in Pressemitteilungen

Gruppenbild

Anfang des Schuljahres wurde mit der Drais-Gemeinschaftsschule die zweite Schule dieser Art in Karlsruhe eingerichtet. Vergangene Woche erkundigten sich die Jusos Karlsruhe und die Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD vor Ort über die Umsetzung des neuen Schulkonzepts. Die Schulleiterin Heike Willamowski führte die Gruppe durch das Gebäude und erklärte die Neuheiten. Auffällig dabei ist die Erziehung der Kinder zum selbstständigen Lernen. Jedes Kind führt in einem Lerntagebuch die persönlichen Lernfortschritte und schreibt jede Woche eine Reflexion des Lernfortschritts. Dabei werden für jedes Fach drei verschiedene Lernniveaus unterschieden. Deutlich wurde dies am Beispiel eines Schülers, der im Fach Deutsch mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche zu kämpfen hat, während er im Fach Mathematik die schwierigsten Aufgaben mühelos löst. So kann individueller auf Schülerinnen und Schüler eingegangen werden, die sich auch selbst gegenseitig unterstützen.

Ein weiterer Fortschritt ist der gebundene Ganztagsbetrieb mit einem rhythmisierten Tagesablauf. Dies macht auch ein tägliches Mittagessen für die Schülerinnen und Schüler in der schuleigenen Kantine erforderlich. Nicht nur diese ist schon sehr beengt. Aufgrund der vielen Anmeldungen hat die Drais-Gemeinschaftsschule mit vier statt der geplanten zwei Züge gestartet. Ein dringendes Anliegen von Schulleiterin Willamowski ist es deshalb, dass die Stadt Karlsruhe als Schulträger den benötigten Neubau genehmigt. Auch der SPD-Gemeinderatskandidat und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung, Niklas Horstmann, erhofft sich eine baldige Lösung: „Die Drais-Gemeinschaftsschule darf nicht an ihrer großen Beliebtheit scheitern. Die Bausubstanz ist teilweise in schlechtem Zustand und keiner möchte, dass Schülerinnen und Schüler in Containern unterrichtet werden müssen. Ich setze mich dafür ein, dass die Planungen für den benötigten Neubau von der SPD-Gemeinderatsfraktion vorangetrieben und dabei die Wünsche der Schule berücksichtigt werden.“

Da jede Klasse ihr ein eigenes Zimmer hat und Hausaufgaben aufgrund des Ganztagsbetriebs entfallen, können alle Materialien darin gelagert werden. Dadurch müssen die Kinder keine schweren Schulranzen mehr mitbringen und werden deutlich entlastet. Bei Bedarf dürfen sie jedoch Materialien mit nach Hause nehmen.

Eine Umstellung war die Einführung der Gemeinschaftsschule auch für das Lehrerkollegium. Über den Einsatz der Lehrkräfte meint Elisa Schindel von den Jusos Karlsruhe: „Wir sind begeistert wie motiviert das ganze Projekt von der Schulleitung und den Lehrkräften ermöglicht wurde. Es ist ein neues Lernen, wie es sicher vielen Kindern gut tun wird. Wir sind überzeugt, dass diese Schulform, als eine von mehreren, auf jeden Fall in Baden-Württemberg angeboten werden soll.“