Jusos fordern Neuregelung der Straßenprostitution

Veröffentlicht am 07.03.2014 in Pressemitteilungen

In den vergangenen Wochen wurde immer wieder über die Zunahme von Straßenprostitution, der gefährlichen Situation der Frauen und Problemen mit Anwohnern berichtet. Aus diesem Grund fordern die Jusos Karlsruhe eine Neuregelung der Straßenprostitution nach dem Vorbild des Utrechter Modells. Dabei werden in einem ausgewiesenen Gebiet abgeschirmte Parkplätze eingerichtet. In diesen Anlagen soll es Polizeikontrollen  und Hygieneeinrichtungen geben, um die Arbeitsbedingungen und Sicherheit von Prostituierten zu verbessern.

Max Schwald vom Vorstand der Jusos Karlsruheerklärt dazu: „Die letzte Rechtsverordnung zur Prostitution in Karlsruhe stammt von 1988. Es wird dringend Zeit, diese zu überarbeiten. Zu einer modernen Großstadt gehört auch ein offener und sicherer Umgang mit Prostitution.“

Auch die Kreisdelegiertenkonferenz der SPD Karlsruhe stimmte dafür, die Rechtsverordnung zu überarbeiten. Selina Fucker von den Jusos Karlsruhe betont dabei: „Es geht uns nicht darum, Prostitution in einen abgelegenen Bereich zu verbannen, nach dem Motto „Aus den Augen aus dem Sinn“. Ein dafür eingerichtetes Gebiet sollte möglichst gut erreichbar sein. Dafür möchten wir die restliche Stadt komplett als Sperrbezirk ausweisen.“