Einbindung der Jugend bewährt sich

Veröffentlicht am 22.07.2013 in Pressemitteilungen

Die Jusos Karlsruhe-Stadt zeigen sich erfreut über die hohe Beteiligung der Jugendlichen bei den Oberbürgermeisterwahlen in Aalen und Singen. Bei der Stichwahl in Singen haben vor einigen Tagen 43,68 Prozent der 16- und 17-jährigen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Dies liegt nur knapp unter der Gesamt-Wahlbeteiligung von 47,92 Prozent.
„Die jungen Menschen haben damit gezeigt, dass der Schritt der Senkung des Wahlalters absolut geeignet ist, gerade Jugendliche besser in die Politik einzubinden“, sagte Juso-Mitglied Selina Fucker, die selbst auch zur betroffenen Altersgruppe gehört. „Die starre Haltung von CDU und der FDP, die diese Absenkung immer abgelehnt hatten, hat sich damit als rückwärtsgewandt und falsch herausgestellt“, so Fucker weiter.

Ziel müsse es sein, künftig aber noch mehr junge Menschen für die Politik zu begeistern, dafür gelte es sowohl die Jugendlichen stärker einzubinden, als auch die Politik auf diese Generation auszurichten, so der Juso-Kreisvorsitzende Markus Tideman. „Wir sprechen uns darüber hinaus außerdem für die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei Bundestags- und Landtagswahlen aus“ macht Tideman deutlich.

Die Jusos kritisieren auch die starre Haltung der baden-württembergischen Landesregierung bei weiteren Reformen im Wahlrecht. „Wir haben eine Vielzahl an Entscheidungen und Beschlüssen für eine weitgehende Reform des baden-württembergischen Wahlrechts. Gerade hier erwarten wir von der Landesregierung endlich die Umsetzung etwa der Direktwahl der Landräte, der Unvereinbarkeit von Bürgermeister- und Kreistagsmandaten, sowie Abschaffung der unechten Teilortswahl“, so Tideman abschließend.