Jusos Karlsruhe-Stadt sind erfreut darüber, dass sich die CDU-Karlsruhe von der frauenfeindlichen Herdprämie distanziert

Veröffentlicht am 14.12.2011 in Politik

Die Jusos-Karlsruhe sehen in der Ganztagsbetreuung von Kindern den einzigen Weg, sowohl für Väter, aber in besonderem Maße für Mütter, Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten.

„Dies stellt vor allem für die wachsende Gruppe alleinerziehender Mütter die Grundvoraussetzung dar, um selbstbestimmt für sich und ihre Kinder sorgen zu können“ so Kreisvorstandsmitglied Elisa Schindel.

Gerade in Baden-Württemberg ist dies keine einfache Aufgabe, dank 57jähriger „CDU-Herrschaft“ wurde verhindert, dass Frauen besonders während der Familienphase eine Vollzeitbeschäftigung ausüben, dies hat nicht nur Folgen für die Selbstbestimmung im Hier und Heute, sondern vor allem in der Rentenphase. Merwan Klink, Juso-Kreisvorsitzender Karlsruhe-Stadt: „Sehen wir in die Statistiken, wird ersichtlich, dass Baden-Württemberg das Land ist, dass den größten Anteil an teilzeitarbeitenden Müttern hat, dies liegt bewiesener Maßen an der konservativen Haltung der ehemaligen CDU- geführten Landesregierung, die Frauen lieber am Herd als auf der Arbeit sieht und damit maßgeblich den Fachkräftemangel in unserem Land forciert hat. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass Altersarmut von Frauen dadurch zementiert wird und uns in der Zukunft belasten wird “.

Alleinerziehende Frauen mit Kindern unter drei Jahren hatten bisher kaum eine Wahl, sie mussten sich nach den Betreuungsvorgaben richten oder zusätzlich private Alternativen nutzen, die häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden waren. Dies ist vor allem für Alleinerziehende Frauen mit kleinem Geldbeutel mit großen Schwierigkeiten verbunden

„Wir sagen aus diesem Grund ganz deutlich: Berufliche Perspektiven dürfen durch eine mangelnde Kinderbetreuung nicht verbaut werden. Diese Aufgaben zu bewältigen, nimmt die grün-rote Landesregierung gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe in Angriff “ so die stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Judith Gremmelspacher. „Auf der anderen Seite muss auch gewährleistet werden, dass vor allem bei jungen Mädchen und Frauen das Interesse an technischen Berufen weiter geweckt wird, da nur dies den zeitnah erfolgenden Fachkräftemangel in den bedeutenden Branchen unseres Landes schließt“ so Gremmelspacher abschließend.

Besonders der CDU-Landtagsabgeordneten Katrin Schütz geben die Jusos Karlsruhe den Tipp mit auf den Weg, über Ihren CDU-Kollegen Wellenreuter MdB eine Anfrage an den Bund zu stellen und zu hinterfragen, welchen Sinn oder Unsinn die Herdprämie für unseren Fachkräftemangel in Bund und Land hat, anstatt mit unnötigen Anfragen die fortschrittliche Familien- und Beschäftigungspolitik der Landesregierung zu blockieren.